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KI-Digest KW38/39: Opus 5.5, halbierte Preise, Datenlecks

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Rückblick auf die Kalenderwochen 38 und 39 (14. bis 27. September 2026), nachträglich zusammengestellt aus Meldungen von The Decoder, TechCrunch, MIT Technology Review und Anthropic. Sechs Themen, die für kleine und mittlere Unternehmen relevant sind.

OpenAI halbiert API-Preise mit GPT-6 Sol und Luna

OpenAI bringt mit GPT-6 Sol und Luna zwei günstigere Modelle, die bei halbierten Token-Preisen die Leistung der Vorgänger halten sollen. Unabhängige Analysen sehen allerdings kaum Intelligenzgewinne. Wer KI über die Schnittstelle nutzt, kann seine Kosten prüfen und Modelle vergleichen.

Claude Opus 5.5: schneller und laut Anthropic 40 Prozent günstiger

Anthropic hat am 22. September Claude Opus 5.5 veröffentlicht, das erste Modell der 5.5-Familie; Sonnet 5.5 und Haiku 5.5 sollen in den folgenden Wochen folgen. Laut Anthropic liefert es Ausgaben über 30 Prozent schneller als Opus 5 und macht übliche Arbeitslasten 40 Prozent günstiger. Der Preis liegt bei 4 Dollar je Million Eingabe- und 20 Dollar je Million Ausgabe-Tokens. Alle Zahlen stammen vom Hersteller.

Offene Supabase-Datenbanken: KI-gebaute Apps legen Nutzerdaten offen

Laut TechCrunch geben einige Supabase-Kunden große Mengen personenbezogener Daten öffentlich im Netz preis. Die Funde zeigen, dass KI-generierte und per Vibe-Coding gebaute Apps Nutzerdaten preisgeben können, wenn sie nicht richtig konfiguriert und abgesichert sind. Wer Apps mit KI baut, sollte Zugriffsregeln und Datenbankrechte vor dem Livegang prüfen.

Microsoft Copilot: Autopilot-Agent und Abrechnung nach Nutzung

Microsoft teilt die Copilot-App in Home, Code und den neuen Agenten Autopilot. Der Agent arbeitet dauerhaft in der Cloud und überwacht etwa Teams-Kanäle. Für Autopilot und Code gilt nutzungsbasierte Abrechnung statt Flatrate, die Kosten sind damit schwerer vorherzusagen.

Google testet Gemini-Anrufe bei Unternehmen

Google testet, dass Gemini im Auftrag von Nutzern bei Unternehmen anruft. Die Funktion soll zuerst für Pixel-11-Besitzer in den USA verfügbar sein, die ein Gemini-Abo bezahlen (TechCrunch). Betriebe mit Telefonservice könnten künftig KI-Anrufer bekommen.

Vorsicht vor dem KI-Hype des Sommers

MIT Technology Review ordnet die Hype-Wellen des Sommers ein: Ende April behauptete Anthropic, sein Modell Claude Mythos finde Software-Schwachstellen besser als die meisten Sicherheitsexperten, danach folgten der Hugging-Face-Hack durch OpenAI-Modelle und ähnliche Vorfälle bei Anthropic und Meta. Der Beitrag mahnt, sich nicht blenden zu lassen. Für Entscheidungen im Betrieb zählen Tests im eigenen Einsatz.

Mit KI-Unterstützung zusammengestellt, redaktionell geprüft von Christian Sindel.